VERANSTALTUNGEN
26. März 2026 um 17 Uhr im Parksaal Ilmenau im GoetheStadtMuseum
Holde Lili, warst so lang, all mein Lust und all mein Sang
Vortrag von Frau Dr. Annette Seemann
Die Bankierstochter Lili Schönemann (1758-1817) steht im Zentrum dieses Vortrags über Goethes Verlobte des Jahres 1775: 10 Monate voller Liebe, Glück, Einverständnis, dann aber Verwirrung, das Gefühl der Einengung und des Selbstverlusts auf Goethes Seite führen erst zu einer begeistert aufgenommenen Liebesbeziehung der beiden Liebenden, dann zu einer verzweifelten Befreiungsaktion Goethes. Lili sei es gewesen, die Goethe wirklich geliebt habe – dies schreibt er als alternder Mann in “Dichtung und Wahrheit“. Lilis weiterer Lebensweg als Ehefrau und Mutter, der sich deutlich anhand ihrer auf Französisch verfassten Briefe an ihre Mutter nachvollziehen lässt, zeichnet das Bild einer tapferen, menschlich fühlenden, verständnisvollen und lebensklugen Frau, die sich auch durch Widrigkeiten nicht aus ihrer Bahn werfen ließ.
Eintritt: 8 € / 6 € (für Mitglieder)
29. März 2026 von 11 – 15 Uhr im Goethemuseum Stützerbach
Ostereierblasen
Seit vielen Jahren nutzen viele Kinder, Familien und Bewohner diese Veranstaltung für ein geselliges Beisammensein vor Ostern. Während die Kinder ihre selbst geblasenen Glaseier bemalen, können Eltern bei Kaffee & Kuchen eine kleine Auszeit genießen. Für das leibliche Wohl sorgt die Goethegesellschaft Ilmenau-Stützerbach e.V. in der GoetheKulturScheune.
Foto: Ausstellung ‚Kosmos‘ Karl-Heinz Veit, Sept. 2022
April 2026 – Ausstellungsraum des Finanzamts Ilmenau
Ausstellung Walter Lipfert ‚Kosmos 2‘
Es gibt eine Fortsetzung der ersten Ausstellung vom September 2022 zum Thema ‚Kosmos‘ durch den Altenfelder Künstler Walter Lipfert. Es wird sicher sehr interessant, wie sich der Blick des Künstlers in unser Universum verändert hat.
Pressefoto: Erlkoenigs Tochter Cora Chilcott
28. April 2026 um 17 Uhr im Parksaal Ilmenau
Erlkönigs Tochter – Sagenhafte Balladen und schaurige Lieder
Schauspiel-Solo mit A-cappella-Gesang Cora Chilcott
Wer kennt sie nicht, „Die Bürgschaft“? Da tut sich mit wenigen Verszeilen ein spannendes Drama auf, eine schreckliche Tragödie, eine mitreißende Kriminalgeschichte, kunstvoll sprachlich verdichtet, an keiner Stelle langweilig und doch ist sie eine Ballade von zwanzig Strophen. Dichter wie Schiller, Goethe, Bürger und Herder schufen jene Geschichten von treuen Freunden, unerschrockenen Helden und Fabelwesen.
Seien Sie neugierig auf Balladen, Sagen und Parabeln in gespielter und gesungener Form!
Cora Chilcott, von 2001 – 2014 Schauspielerin am BERLINER ENSEMBLE, ist mit verschiedensten Schauspiel-Soli u.a. an der Berliner Volksbühne, zur Schillerwoche in Marbach, für die Goethe-Institute Lissabon, Riga, Stockholm, Oslo, zu den Kleist-Tagen in Sarajevo, zum 200. Geburtstag Georg Büchners in Darmstadt und Strasbourg sowie im Auftrag der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft und der Klassik Stiftung Weimar aufgetreten.
Ihr Hörbuch „Erlkönigs Tochter – sagenhafte Balladen und schaurige Lieder“ ist vom Hessischen Rundfunk (hr2-Hörbuchbestenliste) ausgezeichnet worden.
Die Zechstein-Meeresküste vor 285 Millionen Jahren in Thüringen. Grafik: F. Spindler
4. Juni 2026 um 16.00 Uhr im Haus des Gastes Stützerbach
Erdgeschichte vor 258 Ma (Mill. J.) – über Homo sapiens, Bronzezeit, Luther, Goethe etc. bis zur Neuzeit
Vortrag von Herrn Prof. em. Dr. Jörg W. Schneider
Als Thüringen unterging – vor 258 Millionen Jahren.
Große Teile Europas, und damit auch fast ganz Deutschland, in wenigen Monaten vom Meer überflutet??? Ja, es spricht vieles dafür, dass die Zechstein-Transgression am Ende des Perm vor ca. 258 Millionen Jahren eine der raschesten Transgressionen der Erdgeschichte war. Meeresüberflutungen von großen Teilen der Kontinente hat es in der Erdgeschichte immer wieder gegeben, im Gebiet des heutigen Deutschland zuletzt im Tertiär vor ca. 3 Millionen Jahren. Das waren aber vergleichsweise langsame Meeresvorstöße. Die Zechsteinflut verlief nahezu katastrophenartig rasch, wie unsere Untersuchungen in Mecklenburg, Sachsen-Anhalt und an der Zechsteinküste in Thüringen zeigen. Neben den noch heute genutzten Kali- und Steinsalzen sowie Gipslagerstätten hinterließ das Zechsteinmeer den Kupferschiefer. Dieser hat seit mindestens 800 Jahren zum wirtschaftlichen und damit kulturellem Aufschwung besonders in Mitteldeutschland beigetragen. Klassisch sind die Kupferschiefer-Bergbaureviere im Umland des Harzes und des Thüringer Waldes. Der Bergbau und die attraktiven Kupferschiefer-Fossilien haben diese Regionen zu Geburtsstätten der modernen Geowissenschaften werden lassen. Natürlich wusste auch Goethe um die Bedeutung dieses Bodenschatzes.
Im November 1775 in Weimar angekommen, besichtigte er bereits 1776 die verfallenen Kupferschiefer-Bergwerke in Ilmenau und bemühte sich umgehend, diese wieder in Gang zu setzen und damit dem verarmten Städtchen Ilmenau zu neuer Blüte zu verhelfen. Ab 1777 war Goethe Mitglied und ab 1780 mit nur 30 Jahren Chef der Bergwerkskommission im Großherzogtum. In dieser Eigenschaft kümmerte er sich auch um den Steinkohlenbergbau bei Manebach und veranlasste, dass dort für ihn Pflanzenfossilien geborgen wurden. Auf seine Veranlassung studierte der in Thüringen geborene Johann K.W. von Voigt ab 1776 Geognosie in Freiberg, um sich ab 1782 im Auftrage Goethes als Bergbeamter mit nutzbaren geogenen Rohstoffen in Thüringen zu befassen. Goethes Bemühungen um den Kupferschieferbergbau waren leider nicht von Erfolg gekrönt – 1812, 28 Jahre nach dem Neubeginn, musste aufgegeben werden. Goethes Resümee: „Ilmenau hat mir viel Zeit, Mühe und Geld gekostet, dafür habe ich aber auch etwas gelernt und mir eine Anschauung der Natur erworben, die ich um keinen Preis umtauschen möchte.“ Die von Goethe auf der Suche nach nutzbaren Rohstoffen und seinem Drang, zu verstehen, „was die Welt im Innersten zusammenhält“ (Faust Monolog), initiierte geowissenschaftliche Erforschung Thüringens setzt sich bis heute fort.
7. bis 10. Juli 2026
MIT GOETHE NACH HESSEN
KULTOUR NACH WIESBADEN, DARMSTADT UND KRONBERG
Auch 2026 bietet unsere Goethegesellschaft Ilmenau/Stützerbach wieder eine Reise auf Goethes Spuren an, die uns dieses Mal in sein Geburtsland nach Hessen führt. Den Anfang machen wir mit und in Wiesbaden, wo Goethe mehrfach zur Kur weilte.
Zunächst treffen wir uns im Landesmuseum Wiesbaden, das eine reiche Kunstsammlung aufweist, die vom Jugendstil bis ans Ende des 20. Jahrhundert wesentliche Werke ausstellt. Als zweites Highlight besuchen wir das daneben liegende private „Museum Reinhard Ernst für Abstrakte Kunst“. Es ist 2024 neu gebaut und eröffnet worden und stellt spektakuläre internationale nichtgegenständliche Kunst aus. Den Nachmittag und frühen Abend verbringen wir auf dem Neroberg, ein originärer Goetheort der Stadt.
Am nächsten Tag geht es nach Darmstadt, wo wir der berühmten Mathildenhöhe einen ganztägigen Besuch abstatten. Dieses Ensemble, 1899 als Künstlerkolonie gegründet, stellt einen einzigartigen Ort des Überganges vom Jugendstil zum Bauhaus dar und erfuhr 2021 den Eintrag als UNESCO-Kulturerbe.
Am Donnerstag gestalten wir als Kontrapunkt einen Ausflug in das kleine Taunusdorf Kronberg, wo sich Mitte des 19. Jahrhundert eine Kolonie von Landschaftsmalern gründete, die sich 1907 wieder auflöste. Vor ca. 50 Jahren fanden sich einige Enthusiasten in einem neuen Verein zusammen und pflegen seither das Erbe dieser der Pleinairmalerei ehemals verpflichteten Künstler.
Den Abschluss bildet am Freitag, dem 10.7., ein Ausflug in die Römische Antike zur Saalburg an den nördlichen Rand des Limes. Das Kastell aus dem 1.und 2. Jahrhundert erfuhr durch kaiserliche Soldaten in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts seinen umfassenden Wiederaufbau und stellt heute das vollständigste rekonstruierte Kastell des obergermanischen Limes dar. Neben einem beeindruckenden Museum gibt es auch eine Taverna mit römischen Leckereien.
Die Reise endet am Nachmittag im nahen Bad Nauheim an seiner großen Badeanlage, die Anfang des 20. Jahrhunderts innerhalb der Stadt im Jugendstil errichtet wurde.
Am späten Nachmittag fahren wir dann wieder nach Hause.
Die Reise findet mit privaten Fahrzeugen statt.
Nähere Auskünfte erteilt unser Vereinsmitglied Martin Strauch, Mobil: 0151 6154 6145 oder Mail: mbruno.strauch@web.de
28. August 2026 um 17.30 Uhr im GoetheStadtMuseum
Goethe als (chinesischer) Mandarin
Zur Aktualität eines deutschen Klassikers in China
Dr. Manfred Osten, Vortrag – gemeinsam mit der Stadt Ilmenau
Bereits 1813 hatte Goethe gegenüber Knebel offenbart, dass er „ dieses wichtige Land (China) gleichsam aufgespart habe, um sich dorthin im Falle der Not zu flüchten“.
Um sich drei Jahre vor dem Tod dann in dem bis heute leider kaum bekannten Gedichtzyklus „Chinesisch-Deutsche Jahres- und Tageszeiten“ als Mandarin zu outen – als Repräsentant also der rund zweitausend-jährigen chinesischen Tradition des Bildungs- und Leistungs-Adels.
Mit dem Resultat ,,dass Goethe inzwischen eine stürmische Rezeption als „ Konfuzius von Weimar“ mit hoher Zukunftsfähigkeit in China erfährt. Dr. Manfred Osten, mit 7 jähriger Ostasien- Erfahrung, hat diesen Aspekt bereits thematisch skizziert in seiner letzten Publikation (Goethes Prophetie der Welt als „ großes Hospital“) und wird u.a. den Gründen der China-Affinität Goethes nachgehen und deren geheim-offenbare Bedeutung für den chinesischen Erfolg der letzten 45 Jahre.
29. August 2026 – GoetheKulturScheune Stützerbach
Vereinsfeier zu Goethes 277. Geburtstag
10:30 Uhr – Ausstellung „Spielgefährten“
Spielobjektgestaltungen, von Doris Lachnitt + Heide Bürmann – Design
12:30 Uhr – Imbiss
mit Bratwürsten, Kuchen und verschiedenen Getränken
13:00 Uhr – Führung durch das Goethemuseum Stützerbach
mit Kathrin Kunze, Museumsleiterin
14:00 Uhr Vortrag von Prof. Klaus Vieweg mit vielen Bildern
„Die Darstellung des menschlichen Lebens.“
Hegel und Goethe über Rembrandt und die holländische Malerei
Was verbindet Hegel und Goethe mit Rembrandt und Co.? Warum erkennt der Philosoph als herausragender Vertreter des Deutschen Idealismus, der goldenen Ära der neuzeitlichen Philosophie, in den Gemälden Rembrandts und der holländischen Schule des Goldenen Zeitalters eine Größe von Geist und Freiheit, eine Revolution in der Malerei? In welcher Weise hat Goethe in seinen Essays Jacob van Ruisdael als Dichter und über die Blumenmalerei die holländische Malerei gewürdigt? Wieso faszinieren Hegel und Goethe solche Bilder von stolzen Bürgern, von Gemüse- und Heringsverkäuferinnen, Armen und Bettlern, von Landschaften und holländischen Mühlen, von Bauern bei der Ernte und im Wirtshaus, von Klavier spielenden Frauen, von Kanälen mit Schlittschuhläufern, von Blumensträußen und Frühstückstischen, von einer Maus in der Mausefalle? Die Sichtweise auf die holländische Schule könnte mit dem Titel eines Gemäldes von Jan Steen auf den Begriff gebracht werden: Die Darstellung des menschlichen Lebens.
17. September 2026 – 17 Uhr Parksaal
Es geht mir gut, doch seh´ich weniger als ich sollte.
Goethe und Mendelssohn in Neapel – Vortrag Steffi Böttger
Im Jahre 1787 weilte Johann Wolfgang Goethe während seiner italienischen Reise beinahe drei Monate in Neapel, das ihm prächtig gefiel. Er liebte das Klima, das Meer, die Menschen, Essen und Wein.
Anders Felix Mendelssohn Bartholdy. Als Knabe saß er zu Füßen des verehrten Meisters Goethe, und im Jahre 1831 unternahm er, inspiriert von Goethe, die fast gleiche Reise. In Neapel jedoch fühlte er sich endgültig unbehaglich. Der Scirocco wehte, die Neapolitaner erschienen ihm faul und betrügerisch, und das Fazit seines Aufenthaltes lautete: Ich sehne mich mehr und mehr nach London.
Beide haben ausführlich Bericht erstattet: Goethe in seiner berühmten Italienischen Reise, Mendelssohn in Briefen an seine Familie und Freunde. Diese Reise unternehmen auch wir, literarisch und musikalisch. Den Schilderungen von Land, Leuten und dem jeweils eigenen Befinden werden Lieder von Zeitgenossen beider Reisender gegenübergestellt.
23. Oktober 2026
Führung und Vortrag Helmut Hühn, FSU Jena –
Ausflug zu Schillers Gartenhaus und Inspektorenhaus mit Goethe-Laboratorium
11.00 Uhr – Schillers Gartenhaus, Schillergäßchen 2, 07745 Jena
(Parken Ernst-Abbe Str. 6)
13.30 Uhr -Inspektorenhaus, Fürstengraben 26, 07743 Jena
(Parkhaus Neue Mitte Leutragraben 1 in Jena)
Eintritt: 10 € für Mitglieder
29. November 2026 von 11 – 15 Uhr im Goethemuseum Stützerbach
Weihnachtskugelblasen
Zur Einstimmung auf die bevorstehende Adventszeit lädt der Verein Goethegesellschaft Ilmenau-Stützerbach e.V. am Sonntag, dem 29. 11. 2026 zum traditionellen Weihnachts-kugelblasen in das Museum Goethehaus Stützerbach und die Kulturscheune ein.
Unter der fachkundigen Anleitung eines ortsansässigen Glasbläsers können Weihnachtskugeln im Museum selbst geblasen und anschließend in der Kulturscheune kreativ bemalt und künstlerisch verziert werden. In der Kulturscheune erwarten die Besucher außerdem eine Auswahl weihnachtlicher Köstlichkeiten – lassen Sie sich überraschen.
Veranstaltungen der Kreis- und Universitätsstadt Homburg finden Sie unter www.homburg.de





















